Geschichte des 4. Lebacher Schachclub 1975 bis heute

1995-2000

Geschichte des Schachclub Lebach von 1995-2000

Simultanturniere

Eine große Tradition besitzt in Lebach, wie in keinem anderen SSV – Verein (= Saarländischer Schachverband 1921 e. V.) die Durchführung von Simultanturnieren. Es begann zunächst im
Sept. 1975: eine Simultanvorstellung mit dem damaligen Vorkämpfer des SSV, Herbert Bastian (z.Z. [2015] Präsident des SSV, Präsident des DSB und FIDE-Vizepräsident; FIDE – Meister seit 1981, seit 2005 Internationaler Meister [IM], A – Trainer des DSB [= Deutscher Schachbund]) im Vereinslokal „Reiterklause“.
1976 lud der SCL GM (= Großmeister) Hans – Joachim Hecht nach Lebach in die Stadthalle ein, wo er eine überzeugende Leistung gegen 40 Teilnehmer brachte.

1977 wurde der mehrfache Landesmeister Herbert Bastian erneut zu einer Simultanveranstaltung an 25 Brettern eingeladen, die in der Aula stattfand.
 
Danach wurde erst 1980 - 5 Jahre SCL - GM Vlastimil Hort zu einem Simultanturnier an 48 Brettern, durchgeführt in der Aula, eingeladen.
 
Das Jahr 1981 brachte den bisherigen Höhepunkt dieser Simultanveranstaltungen: Noch einmal wurde GM V. Hort eingeladen, jedoch nicht zu einer einfachen Simultanveranstaltung, sondern zu einer Blindsimultanveranstaltung an 10 Brettern gegen saarländische Spitzen- und Meisterspieler. In dieser denkwürdigen Blindsimultanvorstellung konnte V. Hort mit dem Ergebnis von 9,5 zu 0,5 Punkten ein Traumergebnis erzielen. Langanhaltender Beifall der vielen Zuschauer im Foyer des Rathauses belohnten GM Hort für eine außergewöhnliche und im Saarland beispiellose schachsportliche Leistung.
1985 - 10 Jahre SCL - sollte ein neuer Simultanrekord in Lebach aufgestellt werden. IM Fernando Braga, Argentinien, der kurzfristig für den erkrankten V. Hort eingesprungen war, musste sich gegen 60 (!!) Teilnehmer in der Stadthalle durchsetzen.
1986 versuchte der SCL erneut eine simultantechnische Höchstleistung durchzuführen, indem GM Dragoljub Janosevic, Jugoslawien, eingeladen wurde, im Foyer des Rathauses eine Blindsimultanveranstaltung gegen 10 Spieler durchzuführen. Gegen ihn traten jedoch nur Vereins- und Hobbyspieler an. So fällt natürlich seine Leistung gegenüber der von Vlastimil Hort 5 Jahre zuvor erheblich ab.

1990 15 Jahre SCL wurde erneut FM Herbert Bastian eingeladen, um an 20 Brettern im Vereinslokal des SCL, den „Bürgerstuben“, ein Simultanturnier durchzuführen. (Die Zahl 20 wurde jedoch nicht erreicht.)

1995 - 20 Jahre SCL - wurde IM Dieter Pirrot, der 1. internationale Meister aus dem Saarland – IM seit 1993, zu einer Simultanveranstaltung an 40 Brettern eingeladen. Enttäuschend war jedoch, dass dieser Einladung nur 20 Personen folgten, so dass diese Veranstaltung weit hinter den Erwartungen zurückblieb.
 
S22 SCL 1990 1995 JungBürgermeister Nikolaus Jung (s. Bild), der den SCL immer gefördert hat, kam eigens zu dieser Simultanveranstaltung, um dem SCL die Glückwünsche zum 20jährigen Bestehen zu übermitteln, hatte er doch auch die Schirmherrschaft über die Jubiläen der Jahre 1980, 1985, 1990, 1995 und 2000 übernommen. Enttäuschend war, dass er nur so wenige Gäste und Spieler begrüßen konnte.

S22 SCL 1990 1995 GutmanIm Jahr 2000 - 25 Jahre SCL - hatte der SCL einen weit größeren Erfolg mit GM Lev Gutman, der in der Stadthalle gegen 37 Personen, geplant waren 40 Teilnehmer/innen, antrat und ein sehr gutes Ergebnis erzielte: 30 Siege, 4 Unentschieden, 3 Verlustpartien; Insgesamt hat also der SCL 10 große Simultanturniere ausgerichtet, eine beispiellose Leistung im SSV.
 
Das wichtigste Mannschaftsturnier des SSV ist die SMM (= Saarl. Mannschaftsmeisterschaft). 1975/76 trat erstmalig eine Mannschaft des neuen Clubs in diesem Turnier an. Der erreichte Mittelplatz ist sicher als Achtungserfolg zu werten. Es dauerte bis 1980, um in der A – Klasse (Illtal) zu siegen und damit den ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse zu erreichen. Durch die Klassenneueinteilung wurde die 1. Lebacher Mannschaft in die Bezirksliga aufgenommen, aus der sie jedoch 1985 wieder in die Bezirksklasse absteigen musste. Von da an dauerte es 6 Jahre bis die 1. Mannschaft wieder aufsteigen konnte.
 
1991 siegte sie in der Bezirksklasse (Mitte) und stieg erneut in die Bezirksliga auf. Anfang der 90er Jahre waren starke Spieler zum SCL gestoßen, so dass der Aufstieg von der Bezirksklasse in die Landesklasse nach einem spannenden Relegationsspiel gegen Winterbach bereits 1992 erreicht wurde. Durch eine Neuaufteilung der Klassen und Ligen im SSV 1993 wurde die SCL – Mannschaft der Verbandsliga zugewiesen, in der sie in der Saison 1994/95 siegte und den Aufstieg in die höchste saarländische Liga, die Landesliga, erzwang.
 
Dies war der größte und überragendste schachsportliche Erfolg einer Lebacher Mannschaft überhaupt. Keiner der Vorgängerclubs hatte je einen solchen Erfolg zu verzeichnen. Allerdings währte der Verbleib in dieser Liga nur eine Saison. 1996 musste der bittere Abstieg vom Gipfel der Landesliga in die Verbandsliga und ein Jahr später der Abstieg in die Bezirksliga hingenommen werden.

 

Tabelle der Landesliga nach dem 9. Spieltag der SMM 1995/96
Rang Mannschaft Spiele  Spiel-Punkte Brett-Punkte Bemerkung
1 SC Turm Winterbach 9 17:1 54,0:18,0 Aufstieg in OSW
2 SG Ensdorf 9 15:3 51,5:20,5  
3 SV Schiffweiler 9 12:6 37,0:35,0  
4 SV Schwalbach 9 11:7 40,5:31,5  
5 SVG Saarlouis 9 9:9 38,0:34,0  
6 SVG Saarbrücken 1+970 II 9 6:12 31,0:41,0  
7 SC Turm Illingen II 9 6:12 30,5:41,5  
8 SC And. St.Ingbert III 9 6:12 29,0:43,0  
9 SC Lebach I 9 6:12 22,0:50,0 Abstieg in VL
10 SV Riegelsberg 9 2:16 26,5:45,5  

 

SMM – Übersicht: Rundenergebnisse
für den SCL – 1. Mannschaft

Runde Datum Heim-Mannschaft Gast-Mannschaft Ergebnis
1 24.09.1995 SV Schwalbach SC Lebach I 7,5:0,5
2 08.10.1995 SC Lebach I SVG Saarlouis 1,5:6,5
3 22.10.1995 SC Turm Winterbach SC Lebach I 8,0:0,0
4 05.11.1995 SC Lebach I SC Turm Illingen II 4,5:3,5
5 03.12.1995 SV Riegelsberg SC Lebach I 6,0:2,0
6 17.12.1995 SV Schiffweiler SC Lebach I 6,0:2,0
7 14.01.1996 SC Lebach I SG Ensdorf 0,5:7,5
8 28.01.1996 And. St. Ingbert SC Lebach I 3,0:5,0
9 11.02.1996 SC Lebach I SSV Saarbrücken 70 II 5,5:2,5

 

Das Aufbäumen gegen ein widriges Schicksal führte zwar 1999 zum erneuten Aufstieg in die Verbandsliga, aber trotz überzeugenden Starts in der SMM 1999/2000 musste die Verbandsliga 2000 – im Jubiläumsjahr, 25 Jahre SCL – verlassen werden. Ab der Saison 2000/2001 spielt unsere Erste wieder einmal mehr in der Bezirksliga. Diese Saison 2000/01 konnte aber mit einem Sieg abgeschlossen werden. Die Meisterschaft wurde errungen und damit wurde der erneute Aufstieg in die Verbandsliga, der zweithöchsten Spielklasse des SSV, geschafft. In der Verbandsliga verblieb der SCL bis heute-2015-mit Ausnahme der SMM 2013/14, in der der die Erste in der Saarlandliga spielte, der höchsten SSV-Liga. (2007 Umbenennung von Landesliga in Saarlandliga)

Damit hat der SCL zweimal mit seiner 1. Mannschaft in der obersten saarländischen Liga gespielt: 1995/96 (Landesliga) und 2013/14 (Saarlandliga). Ganz ohne Zweifel die beiden schachsportlich erfolgreichsten Jahre des SCL. Das Spiel in der höchsten Liga des SSV.

Diese Wellenbewegung, Auf- und Abstieg, hängt sicher damit zusammen, dass gute Spieler, die zum SCL stießen bzw. aus ihm hervorgingen, nach einigen Jahren den SCL verließen, um sich beruflich bedingt oder aus schachsportlichen Gründen stärkeren Clubs anzuschließen. Ein Schicksal mit dem viele Landvereine leben müssen. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass es dem SCL seit Jahren nicht mehr gelungen ist, eine 2. Achtermannschaft zustande zu bringen, die Personaldecke an aktiven Spielern ist einfach zu knapp. Jedoch – darüber sind sich alle einig – ist eine 2. Mannschaft ein wichtiges Kräfte- und Spielerreservoir für die 1. Mannschaft, die ansonsten gewissermaßen in der Luft hängt. Eine 2. Mannschaft, die durch die entsprechende Spielpraxis die Nachwuchstalente schult, bringt im geeigneten Augenblick die Spielerpersönlichkeiten hervor, die die Garantie für ein erfolgreiches Abschneiden der 1. Mannschaft sind.
Das 2. große Turnier des SSV , die SEM (= Saarl. Einzelmeisterschaft), war seit Anbeginn für den Schachclub Lebach immer ein wichtiges Turnier, zu dem er seine Einzelspieler schickte. Errangen unsere Spieler in den ersten Jahren vorwiegend Achtungserfolge, so konnten in den 80er und 90er Jahren schöne und bemerkenswerte Erfolge errungen werden:
SEM Erfolge
JahrOrtSCLBeteiligung und Erfolge
1982 Saarlouis-Roden   Wenzel Lieber wird Seniorenmeister
des Saarlandes
1985 Schwalbach-Elm  

Wenzel Lieber wird Vizeseniorenmeister
des Saarlandes

Armin Schiff siegt im Meister-B-Turnier (MBT)
und steigt damit in das Meister-A-Turnier (MAT)auf

Der bis dahin größte und bedeutendste Erfolg
eines Lebacher Spielers.

1986 Wiesbach   Raoul Würfel wird Vizeseniorenmeister
des Saarlandes
1988 Siersburg   

Armin Schiff wird 2. im Meister-B-Turnier

1989 Wiesbach  

Martin Pietzka siegt im C-Turnier 

Christian Baus wird 2. im C-Turnier

1990 Dillingen 15 

Christoph Bohr siegt im A-Turnier

Rainer Priesnitz siegt im C-Turnier

1991 Schwalbach 11

Christioph Bohr siegt im Meister-Vorturnier

Alexander Lindemann siegt im A-Turnier

1992 Elm 9

Nenad Mrkonjic wird Vizemeister des Saarlandes (2. im Meister-A-Turnier)

Dies war die bislang höchste Platzierung eines Mitglieds vom Schachclub Lebach bei einer SEM

1996 Merzig (100 Jahre SG Merzig) (75 Jahre SSV) 9 Martin Pietzka siegt im B-Turnier
Leider wurden derartige herausragende Erfolge in den darauf folgenden Jahren nicht mehr erzielt. Im allgemeinen wurden mittlere bis gute Plätze erreicht, die aber nicht mehr mit Aufstiegen verbunden waren.
Im Wesentlichen konzentriert sich bei den Senioren des SCL alles auf die beiden Hauptturniere des Saarländischen Schachverbandes 1921 e. V., die SMM und die SEM. Dies war nicht immer so.
Vergessen sind die Zeiten, in denen sich der SCL mit seinen Mannschaften und Einzelspielern erfolgreich an den Nebenturnieren (SPMM / SSMM / SBMM /// SPEM / SSEM / SBEM ) des SSV beteiligte, noch lange nicht. Wichtig war in diesem Zusammenhang natürlich, dass sich die Lebacher Aktiven leicht dazu bewegen ließen, da viele dieser Turniere gewissermaßen vor der Haustür, in der Stangenwaldhalle in Landsweiler - vom SCL ausgerichtet - stattfanden. Auch in diesem Bereich wurden beachtenswerte Erfolge erzielt:
 

 

Auch in diesem Bereich wurden beachtenswerte Erfolge erzielt

 
Info der Erfolge
JahrTurnierBemerkung
1981 SPEM Armin Schiff wird Vizepokalmeister des Saarlandes und vertritt das Saarland auf Bundesebene, Der Sieger war verhindert
1981 SBMM Die Lebacher 1. Mannschaft siegt in der B -Gruppe der SBMM
1982 SBMM Die Lebacher 1. Mannschaft belegt den 2. Platz in der B-Gruppe der SBMM
1984 SBMM Die Lebacher 1. Mannschaft belegt den 3. Platz in der B-Gruppe der SBMM
1984 SPMM Die Lebacher Mannschaft platziert sich unter den letzten 8 von 64 Mannschaften in dieser Pokalmeisterschaft. (Nie wieder wurde eine derart spektakulär hohe Teilnehmerzahl in einer SPMM erreicht. Es war das Werk und Verdienst von Wolfgang Maier, der sehr intensiv die Werbetrommel für dieses Turnier gerührt hatte.)
1992 SSMM Die Lebacher Mannschaft siegt in der B-Gruppe der SSMM
 
 
Nach 1994 nahmen keine Lebacher Mannschaften mehr an Nebenturnieren teil, nicht zuletzt deswegen, weil die Stangenwaldhalle (StWH) in Landsweiler nicht mehr kostenfrei abgegeben wurde. Damit endete auch das Engagement des SCL bei der Ausrichtung von Nebenturnieren. (Die bisher einzige Ausnahme bildete die Ausrichtung der SSEM 2005!)
Wenn auch keine Nebenturniere so doch interessante Turniere waren die beiden Städtevergleichskämpfe an denen der SCL sich beteiligte: 1982 und 1996. Eine schöne Veranstaltung mit anschließendem Abschlussessen war der Vergleichskampf 1996, in dem Lebach hinter Saarlouis, aber vor Dillingen und Creutzwald den 2. Platz belegte.
Das seit 1992 während der Freizeitmesse ausgetragene Saar-Lor-Lux-Schachfestival, eine der bedeutendsten und öffentlichkeitswirksamsten schachsportlichen Veranstaltungen im Saarland überhaupt, sah manchen Vertreter des SCL bei verschiedenen Turnieren, die im Rahmen dieser Veranstaltung ausgetragen wurden. Bemerkenswert sind 2 Erfolge von SCL – Mitgliedern:
1992 siegte Nenad Mrkonjic bei der Janusschachmeisterschaft und konnte das stattliche Preisgeld von 1000.- DM kassieren. 1997 siegte Leonid Kritz im Schüler-Freizeit-Pokalturnier.
 
Damit wären wir bei unserer Jugend.
Gewissermaßen entwickelte sich der Jugendbereich im Schachclub Lebach wellenförmig. Als der SCL gegründet wurde, bestand er vorwiegend aus Jugendlichen, unter ihnen der talentierte Wolfgang Feld und später dazugekommen, Armin Schiff. Beide entwickelten sich schnell zu den großen Hoffnungsträgern des Vereins, zunächst vor allem im Jugendbereich.
Ein erster großer Erfolg zeigte sich bereits 1976 als unsere Jugendmannschaft auf Anhieb die Meisterschaft in ihrer Klasse errang. Danach ließ der Erfolg bis 1980 auf sich warten. Im 1. Jubiläumsjahr konnte erneut eine starke Jugendmannschaft den Sieg in ihrer Klasse erringen. Jedoch blieben die Erfolge in den folgenden Jahren aus. Erst 1985 konnte der SCL im Jugendbereich einen Neubeginn wagen. Waren doch von 10 Teilnehmern der Stadtjugendmeisterschaft 1984 8 spontan im Verein geblieben. Auf diese Jugendlichen konnte der Verein in den kommenden Jahren zählen.
So errang der SCL in den Jahren 1986, 1989, 1990 und 1992 jeweils die Meisterschaft in der Bezirksklasse für Jugendliche.
Der Aufstieg in die Landesklasse war allerdings trotzdem nicht möglich, da in dieser Klasse nur Achtermannschaften spielen konnten – die Personaldecke im Jugendbereich war einfach zu knapp. Der Versuch diesem Manko mit Hilfe einer gemeinsamen Mannschaft mit Eppelborn in den Jahren 1986 und 1987 abzuhelfen, scheiterte jedoch noch im gleichen Jahr. Erst 1998 konnte eine neue Jugendmannschaft an die SSJ gemeldet werden, die zu großen Hoffnungen berechtigt. Wie kam es dazu ?
 
S26 SCL 1990 1995 KritzIm November 1996 kam das schachsportliche Ausnahmetalent, Leonid Kritz (s. Bild), nach Lebach und schloss sich sofort unserem Club an. [Inzwischen ist Leonid Kritz, geb. am 26.02.1984, Weltmeister der U 16 geworden (1999) und im Jahr (2000) konnte er seine IM – Norm erfüllen. Damit dürfte er der jüngste IM (= internationaler Meister) in Deutschland sein.] Leonid Kritz blieb bis zum Jahresende 1997 im SCL, wechselte dann nach Wadgassen und spielte zeitweise beim Bundesligisten Bochum. Inzwischen –2003- ist er Großmeister geworden.
Daher konnte der SCL im Jahr 1997 über eine Reihe von schachlichen Erfolgen Leonid´s berichten, die sicher dazu beitrugen, dass ab der Jahreswende 1997/1998 eine Welle von jugendlichen Neueintritten zu verzeichnen war, mit denen der SCL erneut eine aktive Jugendarbeit betreiben konnte. Insbesondere Christian Baus bemühte sich sehr um den Nachwuchs und vermittelte ihnen an den wöchentlichen Trainingsabenden seine große Erfahrung als erfolgreicher Turnierspieler.
So blieben denn auch die Erfolge nicht aus:
 
Info der Erfolge
JahrTurnierNameErfolg
1997 SJEM 1998 Leonid Kritz Leonid Kritz siegt in der U15
1998 Nachwuchs-Cup

Michael Dorongovski

Christoph Schirra 

Dorongovski Gesamt-und Einzelsieger der U11

3. Sieger der U13

1998 SJEM 1999* *Michael Dorongovski Michael Dorongovski wird Vizemeister der U12
1999 SJEM 2000* *Michael Dorongovski Michael Dorongovski siegt in der U14
1999 SSSPMM Mannschaft des Johannes Kepler Gymnasium Lebach In der Wettkampfgruppe III siegte die Vierermannschaft des JKG-Lebach mit 3 SCL-Jugendlichen: Michael Dorongovski, Jan Hoff und Kai Weber
 
Die SJEM wird regelmäßig in den Herbstferien ausgetragen. Ihre offizielle Jahresbezeichnung erhält sie dadurch, dass die Sieger der einzelnen Gruppen im Folgejahr berechtigt sind, an den entsprechenden deutschen Jugendmeisterschaften teilzunehmen. Daher das vorgezogene Jahresdatum. SSSPMM = Saarländische Schulschachpokalmannschaftsmeisterschaft
 
S27 SCL 1990 1995 DorongowskiAuf Grund seiner Erfolge konnten L. Kritz und M. Dorongovski (s. Bild) zur DJEM des jeweils folgenden Jahres fahren. L. Kritz wurde 1998 – gehörte aber damals nicht mehr dem SCL an – Deutscher Meister der U 15, während M. Dorongovski Platzierungen in der vorderen Hälfte versagt blieben. Aber auch die Turniererfahrungen, die er sammeln konnte, müssen für sein schachsportliches Weiterkommen sehr hoch veranschlagt werden.
 
Erstmalig seit langer Zeit konnte 1998 wieder eine Jugendmannschaft des SCL an die SSJ (= Saarländische Schachjugend) zur SJVMM (= Saarländische Jugend-Vereins-Mannschafts-Meisterschaft / SJMM) gemeldet werden. In den beiden Jugendmannschaftsmeisterschaften konnte die Lebacher Crew achtbare Mittelplätze erringen. So kann der SCL in seinem Jubiläumsjahr – 2000- auf eine viel versprechende Jugend blicken. Lange genug musste darauf gewartet werden. [Im Jahr 1992 konnte erneut eine Stadtjugendmeisterschaft durchgeführt werden, an der auch einige Mädchen teilnahmen; jedoch traten die Hobbyspieler/innen dem SCL nicht bei.]

 

Wenden wir uns der inneren Vereinsentwicklung seit 1995 zu. Nach wie vor stehen unsere Hauptmeisterschaften, die Stadtjugend- (StJM), die Vereins- (VM), die Blitz- (BM) und die Stadtmeisterschaft (StM) im Mittelpunkt des internen Schachjahres. Standen in den ersten 15 – 20 Jahren eindeutig die Langturniere, deren Runden auf mehrere Tage verteilt waren, im Vordergrund, so ging der SCL seit Mitte der 90er Jahre dazu über, die 3 Langturniere, die StJM, die VM und die StM, als Kurzturniere auszutragen; d. h. sie wurden an einem Tag durchgeführt. Der SCL folgte damit einem Trend, der allgemein in der Schachwelt seit Beginn der 90er Jahre zu beobachten war, der Trend zum sogenannten „active chess“ = dem Trend zu Schnellturnieren.
Jedoch im Lichte der bislang gemachten Erfahrungen im SCL betrachtet muss festgestellt werden, dass dies eher eine Fehlentwicklung ist. Der Hauptnachteil liegt vor allem im allmählich nachlassenden und versiegenden Trainingsbetrieb, der eigentlich nur noch auf das Jugendtraining beschränkt ist. Waren durch die Langturniere in jedem Fall ca. 16 – 20 Trainingsabende durch Turniere verplant, so konzentrieren sich die SCL-Turniere auf max. 4 Trainingsabende, wenn überhaupt. Der Rest von ca. 36 Trainingsabenden ist der freien Verfügung überlassen. [Ferien gelten als trainingsfreie Zeiten !]
Dies bedeutet jedoch im Klartext, dass die Aktiven nicht mehr so häufig zum Training kommen, was einen negativen Folgeeffekt einer sich nach unten verstärkenden Spirale nach sich zieht. Je weniger Aktive zum Training kommen, desto weniger ist man bereit, selbst zum Training zu kommen, da man davon ausgeht, vielleicht doch keinen Trainingspartner zu finden. Daher versuchte der SCL im Jahr 2000 eine Kehrtwende um 180°.
Zurück zu den trainingsintensiven Langturnieren.
Die 25. Stadtmeisterschaft wurde erneut als Langturnier ausgeschrieben. Aber mangels Teilnahme fiel diese Meisterschaft trotz umfangreicher Werbung und einem hohen Preisfonds und Zuschüssen zu den Fahrkosten auswärtiger Teilnehmer leider aus.
Wichtige Ereignisse dieser Jahre waren einmal die Ehrungen von verdienten SCL – Mitgliedern durch den SSV anlässlich seiner Jubiläumsveranstaltung am 1.12.1996 im Bürgerhaus Dudweiler. (75 Jahre SSV: 1921 -1996) Nach dem Wettkampf der SSV – Auswahl gegen die Pfalzauswahl, die zugunsten der Pfälzer ausging, fand die Jubiläumsveranstaltung mit einer Vielzahl von Ehrengästen, unter Ihnen der damalige saarländische Innenminister, Friedel Läpple, der auch die 1. Festansprache hielt, statt. Im Rahmen dieser Festveranstaltung wurden langjährige Mitglieder und verdiente Funktionäre durch den Präsidenten des SSV, Herbert Bastian, geehrt. Unter Ihnen Wenzel Lieber, der die goldene Ehrennadel des SSV wegen seiner 50jährigen Mitgliedschaft im SSV bekam - diese Ehrennadel konnte Wenzel Lieber nicht persönlich in Empfang nehmen, da er krank war. Sie wurde ihm später bei der Weihnachtsfeier des SCL von Wolfgang Maier, der sie stellvertretend in Empfang nahm, überreicht.
 
S28 SCL 1990 1995 Maier BastianEbenso wurde Wolfgang Maier mit der goldenen Ehrenmedaille und Urkunde (s. Bild) für seine herausragenden Verdienste um den SSV feierlich geehrt. In diesem Jahr - 1996 - organisierte er die beiden Vergleichskämpfe an 75 Brettern gegen die Pfalz (1.6.96 und 1.12.96) und auch die Jubiläumsveranstaltung selbst. 1997 wurde Wolfgang Maier vom SCL bei der ord. MV 1997 zum Ehrenmitglied vorgeschlagen und von der MV einstimmig bestätigt. Die Laudatio hielt Martin Pietzka.
 
1995 2000 Wenzel LieberEine traurige Nachricht erreichte den SCL im Mai 1998: Wenzel Lieber  (16.09.1911 – 01.05.1998), unser Ehrenvorsitzender, war nach längerer Krankheit verstorben.

Der SCL wird sein Andenken immer in Ehren halten.

 

   
Seit 30.11.2015  
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Montag, 11. Dezember 2017
   

Web-Adressen  


Saarländischer Schach Verband (SSV)

www.ssv1921ev.de


Saarländische Schach-Jugend (SSJ)

www.ssj-schach.de


Ergebnisdienst von SSJ – Turnieren

www.ssj-schach.ergebnisdienst.de.de


Deutscher Schachbund
www.schachbund.de


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