Vorwort

Geschichte des
Saarländischen Schachverbandes
Teil 1 : 1921-1986

*** 1921- 2011 = 90 Jahre SSV ***

SSV 1921 1986 MaierAutor:
WOLFGANG MAIER
(ehem. Schriftführer, Spielleiter, Lehr- und Archivwart des SSV)
Lebach, den 31.10.2011
Überarbeitete Fassung der "Geschichte des SSV 1921-1986"
herausgegeben 1987
Überarbeitung 2009-2012
Redaktionsschluss: 30.08.2012

 

 

VORWORT

Seit langem unternahm es niemand mehr, die Geschichte des SSV von Beginn an darzustellen. Daher bietet sich das 90jährige Jubiläum des SSV an, diesen Versuch trotz aller sich entgegenstellenden Schwierigkeiten erneut zu wagen. Zu wagen deshalb,weil nach wie vor Unklarheiten und Lücken in der Überlieferung bestehen, die auch jetzt noch nicht endgültig geschlossen bzw. geklärt werden können.

Jedoch schien es mir notwendig zu sein, allem von Anfang an nachzugehen und die Geschichte des SSV sorgfältig gemäß dem, was überliefert worden ist,nachzuerzählen, damit die Leistungen früherer saarländischer Schachsportler, Schachmeister und Verbandsfunktionäre nicht der Vergessenheit anheimfallen, sondern im Gedächtnis der Zeitgenossen und späterer Schachgenerationen erhalten bleiben.

Was also in den vergangenen 9 Jahrzehnten tatsächlich geschah und wie sich der SSV entwickelte, war nicht den erstbesten mündlichen Überlieferungen zu entnehmen, sondern durch eine zeitraubende Archivarbeit musste die Geschichte des SSV rekonstruiert werden. Vieles war den Tageszeitungen des Saarlandes und den Schachzeitschriften zu entnehmen, soweit keine Originalunterlagen des Verbandes existierten, was insbesondere für die beiden ersten Jahrzehnte zutrifft. Zuviel ging im Krieg verloren.
Jedoch lege ich hier nur den Zwischenstand meiner Untersuchungen dar, da diese keineswegs abgeschlossen sind. In den nachfolgend dargelegten Ergebnissen meiner Forschungen bemühte ich mich darum, objektiv, sachlich und wahrheitsgetreu zu berichten, denn zu Parteinahme oder unnötigem Ereifern bestand für mich keinerlei Anlass.

So soll denn auch diese nüchterne Darstellung als Grundlage für weitere Forschungen und dauernder Besitz, soweit die Ergebnisse festliegen, allen Schachfreunden übergeben werden.

 

Laufbahn von Wolfgang Maier im SCL und S S V

Allgemeines

geb. am 4.11.1944 in Bad Waldsee
1950-1954 Besuch der Volksschule Lebach Abt.: ÜBUNGSSCHULE am Lehrerseminar Lebach;
1954-1964 Besuch des humanistisch altsprachlichen Gymnasiums (Lebach, Bous, Bonn, Saarlouis) und Abitur in Saarlouis [Gymnasium am Stadtgarten;]
1964-1966 Grundwehrdienst [+ vs. Wehrübungen bis 1992 / Dienstgrad : Oberst-leutnant d. Res.]
1966-1971 Besuch der UNI SB;
1969-1972 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Alte Geschichte bei PROF. DR. ROBERT FRANKE
1. Staatsexamen März 1971 anschließend Referendariat
2. Staatsexamen September 1972
seit 1972 als Studienassessor
1974 Studienrat am Staatlichen Gymnasium Dillingen (später in Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen [ASGD] umbenannt) mit den Fächern Geschichte, Geographie und Politik/Wirtschaft tätig
seit 1978 Oberstudienrat
10.07.2009 ehrenvolle Verabschiedung im Rahmen eines Festaktes am ASGD am 1.8.2009 Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand;
Wohnhaft in Osterhofen von 1944-1947
in Lebach von 1947-
1967 in Ensdorf von 1967-1975
seit dem 1.7.1975 bis heute wohnhaft in Lebach, Wackenhübel 23

A. Schachclub Lebach 1975 e. V.

Exkurs: Erlernen des Schachspiels mit 11 Jahren; nur gelegentliches Spielen mit Freunden und Bekannten
Dienstag, 18.04.1961: Anwesenheit bei der Gründungsversammlung des 3. Schachclubs in Lebach, Gaststätte „Bürgerstuben“, Jabacher Str. 28;
dadurch intensivere Beschäftigung mit dem Schachspiel;
jedoch durch den Zerfall (kein Aufbau organisatorischer Strukturen) dieses Schachclubs, der nicht an den SSV gemeldet wurde, keine weitere Beschäftigung mit dem Schachsport
weiterhin nur gelegentliches Spiel
Schachclubs in Lebach:
1. SCL: 1923 -1926
2. SCL: 1947 -1953
3. SCL: 1961 -1962
4. SCL: 1975 -heute

Mai 1976 Entschluss, sich dem Schachclub Lebach anzuschließen (Gründung 12.03.1975) hervorgerufen,
durch eine umfangreiche Berichterstattung im LEBACHER ANZEIGER und der SZ über den SCL
28.05.1976 ord. MV des S C L: Wahl von Wolfgang Maier zum 1. Vorsitzenden des Vereins; (Vorgänger im Amt trat zurück)

  1. Entfaltung stärkerer organisatorischer Tätigkeiten im S C L

    ◇ Organisation von 9 Simultanveranstaltungen bis 2000,
    ◇ darunter 2 Blindsimultanveranstaltungen (1981 mit GM HORT und 1986 mit GM JANOSEVIC)
    ◇ Festigung der inneren Vereinsstrukturen
    a) schachsportlich durch Festlegung der jährlich durchzuführenden Turniere des SCL
    b) Festlegung der geselligen Veranstaltungen des S C L (Sommer- und Weihnachtsfeier)
    c) durch Erarbeitung der inneren Vereinsordnungen (IVO: Satzung, TO, FO, GO, EO, u.a.)

  2. Organisation der Teilnahme von Einzelspielern und Mannschaften an Verbandsveranstaltungen, –turnieren und -lehrgängen;
  3. Weiterführung der erfolgreichen Berichterstattung über das SCL–Geschehen intern (Vereinsinterne Mitteilungen, SCL–Stafette, seit 1988 Lebacher Schachzeitung) und extern (nicht zu zählende Berichte im Lebacher Anzeiger und in der SZ)
  4. Steigerung des Ansehens des S C L in der Stadt Lebach durch verantwortungs- und pflichtbewusste Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit,
    ◇ Mitarbeit im Vorstand „Sporttreibender Vereine“ in Lebach (SSVL = Dachverband dieser Vereine in Lebach),
    ◇ Pflege guter Beziehungen zu den politisch Verantwortlichen der Stadt Lebach (v.a. Bürgermeister und den im Stadtrat vertretenen Parteien, jedoch ohne parteiliche Bindung und unter Beachtung und Einhaltung politischer Neutralität)
    ◇ und weiterhin zur Lebacher Geschäftswelt (Werbung in unseren Festschriften)
  5. Sparsame und solide Finanzpolitik über die Jahre hinweg;
    ◇ dadurch konnten sichere Finanzreserven für zukünftige Jahre gebildet werden;
    ◇ Erwirtschaftung auch durch 3malige Teilnahme am Lebacher Stadtfest mit einem Stand und mehrfacher Einsatz einer Großschachanlage
    ◇ Herausgabe von Festschriften alle 5 Jahre (ab 1980 bis 2005) mit Gewinn für den SCL
    ◇ Finanzierung aller außerordentlichen Fest- und Jubiläumsveranstaltungen durch Zuschüsse und Überschüsse aus Werbeeinnahmen
  6. Herausgabe der LSZ (seit 1988 / bislang 18 Nummern)
    im Untertitel „ZEIT-SCHRIFT FÜR SCHACHGESCHICHTE AN DER SAAR“, darin ausführliche historische Jahresberichte über das SCL- und das SSV–Geschehen;
  7. Mitgliederzahl konnte während meiner Amtszeit (1976 - 2007) stabil bei ca. 40 Mitgliedern gehalten werden;
  8. Bemühungen im Jugendbereich war bis zu meiner Amtsübergabe (2001) sehr erfolgreich: 8 Jugendliche [Organisation der Teilnahme an SSJ–Veranstaltungen; häufig auch Training mit den Jugendlichen]

Zusammenfassend:
Bemühung um solide und pflichtgemäße, zügige und schnelle, kalkulierbare und kontrollierbare, sparsame und wirtschaftliche innere Vereinsverwaltung auf der Basis der Satzung und inneren Vereinsordnungen
Im Jahr 2001: 25jähriges Vorstandsjubiläum als 1. Vorsitzender des S C L !!
Amtsübergabe an CHRISTIAN BAUS
jedoch Fortsetzung der Funktionärstätigkeit im Verein als Kassenwart und Organisator,
sowie als Trainer des Nachwuchses bis 2007
Anfang 2007 Rücktritt von allen Funktionen aus vorwiegend privaten Gründen

Im Jahr 2011 erneute Übernahme des Vorsitzes im SCL in einer kritischen Vereinssituation;
◇ Entfaltung neuer Aktivitäten im SCL
◇ Wiederbelebung der Stadtmeisterschaft
◇ umfangreiche Pressearbeit
◇ gelungene Ausrichtung der Weihnachts- und Jubiläumsfeier mit vielen Ehrungen
◇ Zweck: Stabilisierung des Vereins

2013 war ein Jahr vollen Erfolges:
Nach einer grandios verlaufenen Saison, der SMM 2012/13 in der Verbandsliga konnte unsere Mannschaft in die Saarlandliga, die höchste SMM – Liga, aufsteigen. Dort verweilte sie in der SMM 2013/14, musste dann aber wieder in die Verbandsliga absteigen. Auch intern wurden wieder eine ganze Reihe von Turnieren gespielt und auch der Trainingsbetrieb lief für die jetzigen Verhältnisse gut. 2014 wurde leider zu einem verlorenen Jahr des SCL; denn die Konzepte, die ich der ord. MV Ende Januar zur Beschlussfassung vorlegen wollte, scheiterten an den Einlassungen eines Mitglieds, was dazu führte, dass ich den Vorsitz aufgab. Jedoch verblieb ich als Notvorstand bis 2015 im Amt, da kein neuer Vorsitzender gewählt wurde.
2015 unser Jubiläumsjahr – ergriff ich neue hoffnungsvolle Initiativen im Jugendbereich.

B. Saarländischer Schachverband 1921 e. V.

1977 1. Kontakt zum SSV

  1. erstmalige Teilnahme als Delegierter des SCL an der GV 1977 (SB, Rest. Schleifmühle)
  2. Treffen mit JAKOB STAUDT, Präsident des SSV in einer schwierigen Vereinssituation (Ausschluss eines Mitglieds)
  3. 1978 Antrag an die GV zum Aufbau eines SSV–Archivs wird positiv entgegengenommen]

1979 ao GV in Altenkessel:
Wahl zum 2. Schriftführer mit dem Auftrag das SSV–Archiv aufzubauen.
Beginn einer intensiven Archivarbeit: Archiv der SZ Stadtarchiv SB Stadtarchiv SLS u. andere Beginn einer umfangreichen Korrespondenz mit Schachhistorikern Deutschlands Kontakte zu älteren SSVMitgliedern und deren Befragung Zusammenarbeit mit SSV – Vereinen, um noch vorhandene Unterlagen des Verbandes zu kopieren und zu archivieren

Ergebnisse dieser Archivarbeit

  1. Festschrift 1980 mit einem historischen Teil und Präsentation erster Ergebnisse der geschichtlichen Forschungsarbeit [wenn auch noch lückenhaft]
  2. Erforschung des genauen Gründungsdatums des SSV: 13.12.1921 und Zusammenstellung der darüber existierenden Berichte in deutschen Schachzeitungen
  3. 1987 Verfasser und Herausgeber der ersten historischen Abhandlung über die SSV-Geschichte: „Chronik des SSV von 1921 bis 1986“
  4. 1996 Fortschreibung der Chronik des SSV von 1986 bis 1996 im Rahmen der Festschrift des SSV
  5. Aufbau eines umfangreichen Schacharchivs (Schwerpunkt: vorwiegend S S V-Unterlagen, weniger Vereinsunterlagen)
  6. Viele Artikel zur Geschichte des S S V in „Schach Aktuell“ und in der „Rochade-Saarland“
  7. 2009 Autor und Mitherausgeber des 1. Bandes der Schachgeschichte des Saarlandes: „Schach an der Saar, Band 1, Von den Anfängen bis 1945“

Ämter und Tätigkeiten im SSV

1979 ao GV: Wahl zum 2. Schriftführer (Aufbau des SSV – Archivs)
1981 GV: Wahl zum 1. Schriftführer (dabei Weiterführung des SSV-Archivs)
1983 GV: Rücktritt (Auseinandersetzungen: RADTKE / DIENER - WILHELM / WILLIM)
1984 GV: Erneute Übernahme des Amtes als 1. Schriftführer (Interimsschriftführer: THOMAS MEYER, SVS 70)
1989 / 90: Erarbeitung der neuen Satzung / Mitarbeit am Handbuch des SSV / Entwurf zu verschiedenen Ordnungen (z. B.: GO / 1993 Mitarbeit an der Überarbeitung der TO u.a.m.)
1996: 75 Jahre SSV: Verantwortlicher für die Erstellung der Festschrift des SSV dabei Fortschreibung der SSV-Geschichte von 1986 bis 1996 (Erstellung der gesamten Festschrift in Zusammenarbeit mit St. Blasius u. F. Beyer von Gablenz)


Ab 1982 Übernahme und Durchführung verschiedener Nebenturniere des S S V als verantwortlicher Spielleiter:
1982 – 1987 // 1992 – 1993 SpL der SPMM (1984 mit 64 Mannschaften !!!)
1984 – 1985 > SpL der SPEM 1983 – 1991 //
1993 > SpL der SBMM Die Austragung dieser Turnieren erfolgte meist in der STANGENWALDHALLE in Lebach – Landsweiler (ideale Voraussetzungen zur Durchführung dieser Nebenturniere)
1991 Mitwirkung bei der Organisation und Durchführung des DSB – Kongresses in Saarbrücken (= 1. Kongress nach der Wiedervereinigung Deutschlands)
Erarbeitung des Programms (kostenlose Erstellung und Erwirtschaftung von 500.- DM für den SSV aus Werbeeinnahmen)

1996 Organisation der beiden Vergleichskämpfe an 75 Brettern gegen die Pfalz (1.6.1996 und 1.12.1996 //
Rahmenorganisation des Festaktes zum 75jährigen Bestehen des SSV im Bürgerhaus Dudweiler)
1998 Übernahme des Amtes des Lehrwartes
2000 Verabschiedung durch den Präsidenten des SSV H. Bastian nach rund 20jähriger Tätigkeit als Funktionär des SSV
2006-2007 erneute Übernahme des Amtes des Schriftführers im SSV
2009 Herausgabe des 1. Bandes der der Schachgeschichte des Saarlandes mit dem Titel: „Schach an der Saar“ Untertitel: „Von den Anfängen bis 1945“
z.Z: Arbeit an den Folgebänden der Schachgeschichte des Saarlandes und verschiedener Monographien zur Schachgeschichte des Saarlandes

102 Simultan Bastian Als Werbemaßnahme veranstaltete der Schachclub Lebach 1975 e. V. (SCL) im Sommer 1977 ein Simultanturnier mit Herbert Bastian, dem mehrfachen Saarlandmeister, in der Aula der Lebacher Gymnasien. Dieses Turnier wurde durchgeführt, um Schüler dieser Gymnasien für das Schachspiel zu begeistern, eine Zielsetzung,die durchaus von Erfolg gekrönt war. Das Bild zeigt Wolfgang Maier, Vorsitzender des SCL, beim Schachkampf mit H. Bastian.

 

 

 

 

 

101 Simultan PirrotAnlässlich seines 20jährigen Jubiläums (1995) führte der SCL im Rahmen der Lebacher „Grünen Woche“ eine weitere Simultanver-anstaltung mit IM Dieter Pirrot (*30.10.1964 / IM seit 1993) in der Stadthalle Lebach durch. Auch dieses Bild zeigt den 1. Vorsitzenden des SCL, Wolfgang Maier, mit IM Dieter Pirrot im Schachkampf.

   
Seit 30.11.2015  
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Montag, 11. Dezember 2017
   

Web-Adressen  


Saarländischer Schach Verband (SSV)

www.ssv1921ev.de


Saarländische Schach-Jugend (SSJ)

www.ssj-schach.de


Ergebnisdienst von SSJ – Turnieren

www.ssj-schach.ergebnisdienst.de.de


Deutscher Schachbund
www.schachbund.de


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